Wir arbeiten auch mit dem BildungsScheck NRW zu unserer Facebookseite

Das Projekt "Lernsprünge"

Entstehung des Projekts „Lernsprünge“

Laut einer aktuellen Studie des Robert-Koch-Instituts (KiGGS-Studie 2003-2006) sind rund 20 Prozent der Kinder eines Schuljahrgangs verhaltensauffällig. Betroffene Eltern berichten zunehmend von den Auswirkungen dieser Auffälligkeiten auf Konflikte in der Schule.

In über 10 Jahren therapeutischer Arbeit haben auch die TherapeutInnen im Heilkundezentrum Trias Vita immer wieder Erfahrungen mit der Behandlung von Kindern sammeln können, die Auffälligkeiten im schulischen Alltag aufzeigen, so zum Beispiel ADS/ADHS, Lernschwächen, Essstörungen, Ängste und Zwänge.

Aus dieser praktischen Arbeit heraus entstand schließlich die Idee, Kontakt zu GrundschullehrerInnen aufzunehmen, die bereits mit ähnlichen Fällen in Berührung gekommen waren. Die Stiftung Trias Vita initiierte schließlich gemeinsam mit der Sodenkampschule in Fröndenberg die Gründung eines Arbeitskreises, um den Austausch zwischen LehrerInnen in der Region zu ermöglichen.

Es zeigte sich, dass institutionelle Angebote bei Kindern mit unerwünschten Verhaltensweisen nicht immer zum erhofften Erfolg führten. Als Alternative und Ergänzung zu schulpsychologischen bzw. institutionellen Diensten und medizinischen Behandlungsmöglichkeiten erwuchs daraus die Idee, gemeinsam mit der Sodenkampschule und den übrigen Grundschulen in Fröndenberg ein Modellprojekt für Grundschulkinder ins Leben zu rufen – „Lernsprünge“ war geboren:

Auf der Basis erfahrungsorientierter alternativer Heilmethoden aus verschiedenen Disziplinen (z.B. geistiges Heilen, Kinesiologie oder Chakrenarbeit) unterstützen unsere TherapeutInnen seitdem Kinder mit auffälligen Verhaltensweisen dabei, die eigene Persönlichkeit im Klassen-, Freundes- und Familienverbund zu entwickeln und die individuelle Lernfähigkeit zu fördern. Ziel der Behandlungen ist eine sichtbare und spürbare Verbesserung des sozialen Verhaltens sowie des Lernverhaltens durch die Anwendung geistiger Heilweisen. Das Gefühl, sich liebevoll und wertschätzend angenommen zu wissen begleitet unseren Behandlungsansatz ebenso wie eine erfahrungsbasierte Ursachenforschung auf körperlichen, geistigen und seelischen Ebenen.

Um unabhängig von Alter, sozialer Herkunft oder Bildung jedem genau die Hilfe anbieten zu können, die er/sie benötigt, erfolgen alle Behandlungen im Rahmen des Projekts „Lernsprünge“ bis heute für die Klienten kostenfrei und werden durch die Stiftung Trias Vita finanziert.

Behandlungsablauf

Die Behandlungserfolge, die wir durch unsere therapeutische Arbeit erzielen, möchten wir im Rahmen des Projekts "Lernsprünge" wissenschaftlich valide und nachvollziehbar darstellen. Daher ist die Grundlage jeder Behandlung für uns ein standardisiertes Testverfahren, das auf der sogenannten Lehrereinschätzliste für Sozial- und Lernverhalten (kurz LSL) von U. Petermann und F. Petermann beruht. Ziel der begleitenden Untersuchung ist die objektive Messung im Verhalten der behandelten Kinder.

Da es sich bei dieser Art der statistischen Erhebung um eine Effektivitätsmessung handelt, wird diese Erhebung durch den Fragebogen zu insgesamt 3 verschiedenen Messzeitpunkten durchgeführt. Der Ablauf gestaltet sich damit wie folgt:

Schritt 1: Bei Interesse zur Teilnahme eines Schülers am Projekt "Lernsprünge" erfolgt nach telefonischer Rücksprache mit unserer Zentrale (Frau Ulrike Feldmann oder Frau Kirsten Höppe) die Zusendung des Fragebogens an die zuständige Lehrperson. Nach Zustimmung der Eltern bzw. der Erziehungsberechtigten wird der Fragebogen entweder über diese oder die Lehrperson selbst an die Stiftung Trias Vita geschickt. Die Kosten für insgesamt 6 Behandlungen trägt die Stiftung Trias Vita.

Schritt 2: Nach der Durchführung von 3 therapeutischen Behandlungen erfolgt eine zweite Beurteilung des Verhaltens durch den Lehrer. Die Zusendung des Fragebogens erfolgt automatisch durch die Stiftung Trias Vita. Im Anschluss daran erfolgen bis zu 3 weitere Behandlungen.

Schritt 3: Etwa 4 Wochen nach Ablauf der letzten Sitzung erfolgt die Zusendung des letzten Fragebogens, der als Kontrolle zur Nachhaltigkeit der Behandlung dienen soll. Die Fragebögen werden im Anschluss daran durch die Stiftung Trias Vita statistisch ausgewertet. Im Rahmen dieser Statistik bleibt jeder behandelte Schüler anonym.

Eine Zusammenarbeit mit Allgemeinmedizinern sowie Kinder- und Jugendpsychiatern stellen wir im Bedarfsfall sicher.

Wissenschaftliche Begleitung

Wissenschaftliche Begleitung

Seit dem Start des Projekts „Lernsprünge“ im Jahr 2009 sind bereits mehr als 500 Kinder im Rahmen therapeutischer Sitzungen unter Anwendung geistiger Heilweisen erfolgreich behandelt worden. Die konsequente Behandlungsdokumentation und -auswertung nach wissenschaftlichen Standards wurde 2013 auch Gegenstand einer wissenschaftlichen Masterarbeit an der Universität Köln und hat damit die Basis für eine statistisch belegte Wirksamkeit des Projekts und geistiger Heilweisen im Allgemeinen gelegt:

Die Masterarbeit von Lisa Mende (geb. Hagenhoff) finden Sie zum Download als PDF unten auf dieser Seite. Für weitere Informationen dazu erreichen Sie Frau Mende auch direkt per E-Mail unter l.mende@ruhrtalklinik.de.

Fakten in Wort und Zahl

Übersicht über die Anzahl von Behandlungen im Projekt "Lernsprünge" und im Heilkundezentrum insgesamt seit 2010:

Kooperationspartner

Folgende Schulen arbeiten bereits mit uns im Rahmen des Projekts "Lernsprünge" zusammen:


Sodenkampschule Fröndenberg
Overbergstraße 18a
58730 Fröndenberg (Ruhr)
Telefon: 02373 – 72410

Web: www.sodenkampschule.de